Das Heizungsgesetz wird abgewickelt – Folgen für Landwirte und Hausbesitzer #heizen #heizkosten
Gebäudeenergiegesetz und Heizkosten Das Heizungsgesetz wird abgewickelt – Folgen für Landwirte und Hausbesitzer © stock.adobe.com/Trischberger Rupert Das GEG schreibt vor, dass seit dem 1. Januar 2024 Heizungen von Neubauten in Neubaugebieten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Ein komplettes Verbot von Öl- und Gasheizungen in Bestandsgebäuden gibt es zwar nicht, ab 2045 dürfen Heizungen jedoch nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Teilen Pinnen Whatsapp Teilen Mail Druck Dr. Olaf Zinke, agrarheute am Donnerstag, 06.02.2025 – 14:00 Wir schaffen das Heizungsgesetz der Ampel ab, sagt die CDU. Das wurde auf dem CDU-Parteitag beschlossen. Widerstand gibt es auch. Von Kommunen, Heizungsherstellern – und von Robert Habeck. Wir schaffen das Heizungsgesetz der Ampel ab. Mit dem bürokratischen Reinregieren in den Heizungskeller muss Schluss sein, sagt die CDU in ihrem Sofortprogramm für Wohlstand und Sicherheit. Die Union will das reformierte Heizungsgesetz sofort rückabwickeln, wenn Friedrich Merz Kanzler wird. Das wurde auf dem CDU-Parteitag beschlossen. Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat den knapp 1.000 Delegierten beim CDU-Parteitag in Berlin am 3. Februar ein Sofortprogramm mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Sicherheit zur Abstimmung vorgelegt. Auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Ampel-Regierung ist Thema: Fährt die Union bei der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar den Sieg ein, soll das berüchtigte Heizungsgesetz abgeschafft werden. Vor einer Abschaffung des Heizungsgesetzes warnte unter anderem der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). „Wer die Wärmewende zum Erfolg führen will, muss verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen schaffen“, sagte der DStGB-Energieexperte Timm Fuchs der „Rheinischen Post“. Das GEG als Teil des Transformationsprozesses infrage zu stellen, könne „nicht der richtige Schritt“ sein. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagt erwartungsgemäß, eine Rückabwicklung des Gebäudeenergiegesetzes wäre „fatal“. Wer beim Thema Heizen allein auf den CO2-Preis setze, mache das Heizen aufgrund des steigenden CO2-Preises für Öl und Gas nicht billiger, sondern teurer, so der Grünen-Politiker. Auch die FDP, die das Heizungsgesetz in der Ampel-Koalition mitbeschlossen hatte, schreibt in ihrem Programm: „Das Heizungsgesetz mit seinen überzogenen Vorgaben muss vollständig auslaufen.“ Wir brauchen Ihre Einwilligung Dieser Inhalt wird von bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Akzeptieren Heizungsgesetz sagt: ab 2045 keine fossilen Heizungen Das GEG schreibt vor, dass seit dem 1. Januar 2024 Heizungen von Neubauten in Neubaugebieten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Ein komplettes Verbot von Öl- und Gasheizungen in Bestandsgebäuden gab es zwar nicht, ab 2045 dürfen Heizungen jedoch nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Was im Prinzip auf dasselbe rausläuft. Das wäre bei einer Abwicklung des Heizungsgesetzes dann nicht mehr Fall. CDU und FDP wollen den Umstieg auf erneuerbare Energien offenbar vor allem über die weiter steil ansteigende CO-Steuer regulieren. Die immense Belastung der Betreiber von Gas und Ölheizungen geht also auch ohne das Heizungsgesetz weiter. Nach der Einführung im Januar 2021 waren es noch 25 Euro pro Tonne. 2025 müssen nun 55 Euro je Tonne gezahlt werden. Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: Ab 2026 werden die CO2-Zertifikate nämlich versteigert. Anfangs wird zunächst ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 gelten. Ab 2027 ist die dann Einführung eines freien europäischen Emissionshandelssystems geplant. Ab dann sind die CO2-Preise frei handelbar. Diese lagen in den vergangenen Jahren in der EU im Schnitt bei rund 85 Euro pro Tonne. Fakt ist aber auch: Aktuell werden 79 Prozent der knapp 20 Millionen Wohngebäude hierzulande mit Öl und Gas beheizt. Mehr zum Thema Heizkosten explodieren wegen CO2-Steuer – Wird das Heizungsgesetz 2025 abgeschafft? Verkauf von Wärmepumpen 2024 drastisch eingebrochen Eine Rücknahme des Heizungsgesetzes würde vielen Hausbesitzer mit Öl- und Gasheizung zwar helfen – viele Heizungsbauer jedoch stark belasten. Sie haben während der Ampelregierung die Entwicklung und den Einbau von Öl- und Gasheizungen aufgegeben oder zurückgefahren und sich stattdessen staatlichen gewollten Wärmepumpen orientiert, um sich am Markt zu behaupten. Milliarden Euro haben Unternehmen in den Umstieg auf das Geschäft mit Wärmepumpen investiert. (Ähnlich wie bei den E-Autos) Allerdings haben die Leute zuletzt kaum Wärmepumpen gekauft. Der Verkauf und Installation von Wärmepumpen war 2024 im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig. Das zeigen die Branchenzahlen des Branchenverbandes Wärmepumpe. Demnach sackte der Absatz der Wärmepumpen um 46 Prozent auf nur noch 193.000 Geräte ab. Das war der schlechteste Wert seit 2021. Auch ohne Abschaffung des Heizungsgesetzes. 2023 hatte der Absatz mit 356.000 Stück einen Rekord erreicht. Gründe für den Absturz im letzten Jahr waren nag des Einschätzung Verband vor allem Unsicherheiten rund um die kommunale Wärmeplanung sowie die verbesserungswürdige Bekanntheit der Heizungsförderung. Aber sicher auch der nachlassende staatliche Druck, seine Heizung zu tauschen, muss man hinzufügen. Viele Haushalte haben schlicht nicht das Geld für einen teuren Umstieg auf Wärmepumpen. Mehr zum Thema Holzheizungen doch erlaubt und freie Heizungswahl: Das Heizungsgesetz Staatliche Förderung (BEG) bleibt bestehen? Bislang gibt es auch eine Förderung für den Heizungswechsel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die parallel zum GEG in Kraft trat. Sie ermöglicht, abhängig vom Zeitpunkt des Förderantrags und vom Haushaltseinkommen, eine staatliche Förderung für die neue klimafreundliche Heizung.Dabei gibt es verschiedene Komponenten: eine Grundförderung von 30 Prozent der Kosten für die neue Heizung und ein Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent für alle, die bis Ende 2028 auf klimafreundliches Heizen umsteigen. Wenn das zu versteuernde Haushaltseinkommen nicht mehr als 40.000 Euro beträgt, kann zusätzlich ein einkommensabhängiger Bonus von 30 Prozent gewährt werden. Die Zuschüsse können kombiniert werden, sodass bis zu 70 Prozent der Kosten gefördert werden. Die BEG-Förderung trat zum 1. Januar 2024 parallel zum Heizungsgesetz (GEG) in Kraft. Laut Wirtschaftsministerium steigt die Zahl der Förderanträge, die bei der staatlichen KfW-Bank für den Heizungstausch gestellt werden. Bis Ende 2024 waren es demnach rund 227.000 Anträge. Der Großteil betrifft den Umstieg auf Wärmepumpen (rund 151.100), gefolgt von Biomasse (26.800) und dem Anschluss an Wärmenetze (9600). Mehr zum Thema CO2-Steuer 2025 steigt kräftig: Für Landwirte und Verbraucher wird es teuer Melden Sie sich zum agrarheute-Newsletter an! Wir informieren Sie jeden Werktag über die Top-Themen des Tages. Mit der Anmeldung für den Newsletter haben Sie den Hinweis auf die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen. Sie erhalten den agrarheute-Newsletter bis auf Widerruf. Sie können den Newsletter jederzeit über einen Link im Newsletter abbestellen. agrarheute. Nicht morgen.* * Erscheint 1 Tag früher als die Printausgabe Jetzt testen! © stock.adobe.com/aboutmomentsimages Bei uns lesen Sie alles Wissenswerte über Politik, Technik, Tierhaltung und Ackerbau. 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