Schweinehaltung wird Ziel eines Brandanschlags – aus „Liebe zu Bauern“ #frankreich #nutztierhaltung

Schweinehaltung wird Ziel eines Brandanschlags – aus „Liebe zu Bauern“ © stock.adobe.com/Bernd Wolter In Frankreich haben Aktivisten aus „Liebe zu den Bauern“ einen Brandanschlag auf eine genossenschaftliche Schweinehaltung verübt (Symbolbild). Teilen Pinnen Whatsapp Teilen Mail Druck Norbert Lehmann, agrarheute am Donnerstag, 06.02.2025 – 10:08 Eine bizzare Aktivistengruppe hat in Frankreich einen Brandanschlag auf eine Schweinehaltung verübt. Das sind die Hintergründe. In der Bretagne ist die von Schweinezüchtern getragene Genossenschaft Evel’Up Opfer eines Anschlags geworden. In der Nacht zum 26. Januar betraten die Täter den Standort des Betriebs in Plouédern und versuchten, das Hauptgebäude in Brand zu stecken. Wie die Genossenschaft berichtet, konnte der Brand von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden. Die Räumlichkeiten können jedoch für mehrere Wochen nicht genutzt werden. Laut Evel’Up wird der Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Wir brauchen Ihre Einwilligung Dieser Inhalt wird von bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Akzeptieren „Revolutionäre Kräfte“ veröffentlichen Bekennerschreiben Im Internet wurde noch am selben Wochenende ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Verantwortung für den Anschlag übernahm die Gruppierung „Forces révolutionnaires intergalactiques et territoriales en sauce“ (Frites), übersetzt etwa „revolutionäre und territoriale Kräfte in Soße“. Die Gruppierung nimmt für sich in Anspruch, aus „Liebe zu den Bauern“ zu handeln. Das Geschäftsmodell von Evel’Up stehe im Widerspruch zu den Interessen der Landwirtschaft. Die Genossenschaft beteilige sich an einem Landwirtschaftsmodell, bei dem die Produktion von 26.000 Schweinen pro Jahr auf einem einzigen Bauernhof möglich sei und bei dem jeden Tag ein Bauer Suizid begehe. Präsident der Agrargenossenschaft im Visier der Aktivisten Persönlich angesprochen wird in dem Schreiben der Präsident der Genossenschaft, Philippe Bizien. Er verdiene durch die Anhäufung von Mandaten in der Schweinefleischindustrie „astronomische Summen“. Bizien ist derzeit unter anderem Präsident der Interprofession für Schweinefleisch (Inaporc) und Schatzmeister der bretonischen Fleischerzeugergemeinschaften (UGPVB). Mehr zum Thema Nach Brandanschlag auf Hof: Landwirt dankt für Solidarität und Hilfe Bauernverbände fordern konsequente Strafverfolgung In der Branche wurde der Anschlag scharf verurteilt. Inaporc forderte die Behörden auf, sämtliche Ressourcen zu mobilisieren, um die Täter schnellstmöglich zu identifizieren und bei der Verurteilung ein Exempel zu statuieren. Die Branche sei bereits zu oft im Visier von Aktivisten. Ähnlich positionierten sich auch die UGPVB. Die regionalen Ableger des französischen Bauernverbandes (FNSEA) und der Organisation der Junglandwirte forderten, die Gesetzgebung zu verschärfen, um die Abschreckung zu erhöhen. Opfer ist eine Genossenschaft von 680 Schweinehaltern Evel’Up wurde im Juni 2018 gegründet. Angeschlossen sind nach Angaben der Genossenschaft 680 Schweinehalter; beschäftigt werden 116 Mitarbeiter. Laut der Wirtschaftsauskunftei Pappers belief sich der Umsatz im Jahr 2023 auf 737 Mio. Euro; dabei erzielte die Genossenschaft unter dem Strich einen Überschuss von 296.000 Euro. Mit Material von AgE $(() => { const swiperConvMarktnewsletter = new Swiper(„.swiper.conv-marktnewsletter“, { slidesPerView: 1, loop: true, effect: „fade“, centeredSlides: true, autoplay: { delay: 3000, }, }); }); Frankreich Nutztierhaltung Schweinehaltung Straftat Teilen Pinnen Whatsapp Teilen Mail Druck

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