Strom sparen: So können Betriebe ihre Energiekosten im Pferdestall senken #grundwasser #photovoltaik

„Grüner Stall“ Strom sparen: So können Betriebe ihre Energiekosten im Pferdestall senken © imago / imagebroker Wechselrichter einer PV-Anlage entlang des Pferdestalls: Eigenen Solarstrom zu nutzen, kann die Kosten des Reitvereins oder Pferdebetriebs senken. Teilen Pinnen Whatsapp Teilen Mail Druck Petra Kuner am Mittwoch, 29.01.2025 – 11:30 Wie können Reitvereine und Pferdebetriebe ihre Energiekosten senken? Im FN-Online-Format „Grüner Stall“ beantworteten Fachleute Fragen rund um dieses Thema. Steigende Energiepreise belasten auch Pferdebetriebe und Vereine; im schlimmsten Fall bedrohen sie gar ihre Existenz. Wie sich Energie und Kosten im Stall einsparen lassen, erklärten Sachverständige im Experten-Talk „Grüner Stall“. Das kostenlose Online-Format bietet die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) immer wieder an. Anhand eines Beispielbetriebs – einem Reitverein mit Pensionspferdehaltung – und zahlreicher Fragen aus dem Chat widmete man sich knapp zwei Stunden den Stellschrauben Stromverbrauch, Photovoltaik (PV), Energiespeicher, Fördermittel, Heizen sowie Wasserbezug. Wir brauchen Ihre Einwilligung Dieser Inhalt wird von bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Akzeptieren Kosten senken durch Strom sparen und den richtigen Tarif „Der größte Kostenfaktor auf einem Pferdebetrieb ist der Strom“, weiß Elmar Brügger von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Energieberater empfahl, alte Beleuchtungsanlagen auszutauschen, etwa die Neonröhren im Stall durch LEDs. Halogenscheinwerfer auf dem Reitplatz zu wechseln, ist nur dann wirtschaftlich, „wenn die Lampen ein gewisses Alter erreicht haben und die ersten bereits kaputtgehen.“ Eine Bundesförderung in Höhe von 25 Prozent gibt es derzeit erst ab 10.000 Euro; Reitbetriebe müssten also mindestens 40.000 Euro für neue Beleuchtungstechnik ausgeben, um davon zu profitieren. Das verbraucht auf dem Betrieb am meisten Strom Neben der Beleuchtung verbrauchen Führanlagen und Laufbänder am meisten Strom im Stall. Überall wo Elektromotoren zu Einsatz kommen, lohne es, in Frequenzumrichter zu investieren. Die senken den Stromverbrauch, indem sie Drehzahl und Drehmoment der Motoren reduzieren. Jens Prüller vom Landessportbund Hessen riet zusätzlich, den Stromverbrauch des Betriebs genau zu prüfen: „Wofür habe ich wann wie viel Energie verbraucht?“ Ein Elektriker könne im Schaltschrank Zwischenzähler für die verschiedenen Verbraucher einbauen. Vor allem alte Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Gefriertruhen entpuppten sich häufig als Energiefresser, die es abzuschalten oder zu ersetzen gelte. Dynamischer Stromtarif für Pferdebetriebe Neben dem Stromsparen, schlug Brügger vor, über den Wechsel des Stromtarifs nachzudenken: Mit einem dynamischen Stromtarif können Pferdebetriebe von niedrigen Strompreisen an der Börse profitieren. Dazu müssen stromintensive Tätigkeiten aktiv in Zeiten günstigen Stroms verlagert werden. Zusätzlich lassen sich Stromkosten senken, indem kleinere PV-Anlagen auf Eigenverbrauch umgestellt werden. Das lohne sich nicht nur bei Ü20-Anlagen nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung, sondern auch bei der kleinen 30 kWp-Anlage des Beispielbetriebs. Diese ging 2009 ans Netz und wird mit 43 ct/kWh vergütet. „Sie dürfen PV-Anlagen mehrmals umstellen, aber Sie sollten nicht alle drei Monate zwischen Volleinspeisung und Eigenverbrauch wechseln“, erklärte Brügger. Anlagen bis 30 kWp, die 2009 ans Netz gingen, erhalten 25 ct/kWh Vergütung für die eigenverbrauchte Strommenge. Nur etwa 20 Prozent können als Eigenstrom verbraucht werden; für den Rest läuft die bisherige Vergütung weiter. Um den übrigen Strom zu beziehen – schließlich fehlen noch 80 Prozent – muss der weiter vom Netzbetreiber eingekauft werden. Mehr zum Thema Energie sparen im Schweinestall: Das sind die größten Kostenfresser Den Eigenverbrauch auch ohne Stromspeicher erhöhen Wollen Pferdebetriebe ihren Eigenverbrauch steigern, sollten sie über Elektrofahrzeuge, eine Wärmepumpe oder einen Heizstab für die Warmwasserbereitung nachdenken. Im ersten Schritt hilft es, energieintensive Verbraucher dann anzuschalten, wenn die Sonne scheint. Die Investition in einen Stromspeicher sieht Brügger kritisch: „Das Problem ist, dass die Batterien nach wie vor sehr teuer sind“, erklärte er. Bei der Nachrüstung einer PV-Anlage mit einem Speicher inklusive Wechselrichter sei mit Nettokosten zwischen 550 – 800 Euro pro kWh zu rechnen. Auch entstehen durch den zusätzlichen Wechselrichter erhebliche Wandlungsverluste: Der Wirkungsgrad des ganzen Systems sinkt. Beim Neubau einer PV-Anlage den Stromspeicher mitdenken Wer eine Eigenverbrauchs-PV-Anlage neu konzipiert, sollte den Speicher gleich in die Planung miteinbeziehen. Dazu gehört auch ein Energiemanagementsystem; ohne das ließe sich der Strom nicht effektiv verteilen. Langfristig rechnet Brügger damit, dass die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien sinken. Um die nötige Speichergröße zu bestimmten, empfahl er, den Nachtstrom zwischen 20 Uhr und 8 Uhr zu messen; am besten zu verschiedenen Jahreszeiten. Die Batterie sollte dann das 1 bis 1,5- fache des Verbrauchs abdecken. Prüller merkte an, dass in den kommenden Jahren vermutlich bidirektionales Laden mit E-Fahrzeugen möglich sein wird – das könnte Speicher zumindest teilweise ersetzen. Mehr zum Thema Energie sparen: Kosten und Verbrauch senken Wir brauchen Ihre Einwilligung Dieser Inhalt wird von Glomex bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Akzeptieren Glomex immer akzeptieren Grundwasser Photovoltaik STROM Stromspeicher Teilen Pinnen Whatsapp Teilen Mail Druck

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