Warum Pferde frieren müssen: Eine Liebeserklärung an die Kälte
Als ich neulich mit frostigen Fingerspitzen den Artikel über Pferdehaltung las, fühlte es sich an, als würde mir jemand erzählen, dass Eisbären unbedingt in der Wüste leben sollten. Diese absurde Vorstellung ließ mich tiefer grübeln: Warum sollen Pferde, die von Natur aus für Kälte gemacht sind, plötzlich unter einer Decke vor der Winterluft geschützt werden?
Ein Stall wie ein Saunatemperatur – eine tierische Paranoia?
Apropos warme Ponys und kuschelige Decken! Es scheint fast so, als würden wir unsere Vierbeiner in Watte packen wollen – Hauptsache, sie bleiben uns ja nicht kalt. Dabei können sie Frosttemperaturen ohne Probleme aushalten und fühlen sich pudelwohl dabei. Kann man das noch als "tierliebe" bezeichnen oder stecken dahinter eher menschliche Befindlichkeiten?
Spürbar ist die kalte Luft draußen auf der Weide – ein Hauch von Freiheit streift vorbei. Die majestätischen Tiere grasen friedlich im Schnee und ihre dicken Mähnen glänzen im Sonnenlicht. Ein Bild voller Elegazn und Stärke, das zeigt: Sie gehören nach draußen.
Aufregung entbrannte um wattierte Klamotten für Pferde – Gamaschen hier, Decken da. Doch was sagt es über uns Menschen aus, wenn wir unseren Vierbeinern jegliche Eigeninitiative zumuten? Warum nicht dem natürlichen Instinkt vertrauen? Müssen wir wirklich alles kontrollieren wollen?
Apropos Kontrolle! Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, wer hier eigentlich wen dominiert. Denn letzten Endes dreht sich alles um das Wohlbefinden unserer tierischen Begleiter – nicht um unsere eigenen Bedürfnisse nach Wärme und Geborgenheit. Denn Liebe heißt auch loslassen können.